Einer für alle.

Nate Kern macht den Rennsport zum Community-Erlebnis.

Kaum ein anderer begeistert das Publikum so sehr wie Motorradrennfahrer Nate Kern. Das ist ihm wichtig, denn die Fans geben ihm etwas, das er vor seiner Karriere stark vermisste. Mit seiner ansteckenden Leidenschaft für BMW Motorrad erreicht der US-Amerikaner die Menschen – und beschleunigt eine Marke.  

Man muss sich nicht entscheiden, ob man Spaß hat oder Erfolg. Es geht beides. Ich möchte die Leute unterhalten, denn ohne sie wäre ich nicht hier.

Nate Kern

Daytona im März 2002. Ein 24-Jähriger, von dem bislang niemand je etwas gehört hat, räumt ab. In sieben Rennen geht er an den Start. Siebenmal gewinnt er. Vor diesem Tag ist Nate Kern nur ein einziges Mal auf einer Rennstrecke unterwegs. Bei einem Track Day – einem Besuchertag – schnuppert er Rennluft. „Du musst unbedingt Rennen fahren“, sagen die Leute, die ihn dort erleben. Während er zaudert, füllen Freunde seine Anmeldeformulare aus und helfen ihm bei den Vorbereitungen. Sein Straßenmotorrad bekommt die nötigsten Modifikationen, das muss reichen. Keinen Mechaniker, keinen Benzinkanister, nicht einmal einen Werkzeugkasten hat er bei seinem ersten Renntag dabei. Dann gewinnt er einen Lauf nach dem anderen, hat plötzlich eine Favoritenrolle inne und erobert die Herzen des Publikums im Sturm. Zum ersten Mal in seinem Leben bekommt Nate etwas, auf das er bislang verzichten muss: Anerkennung. „Seitdem fahre ich, um andere glücklich zu machen, um mich für Komplimente zu revanchieren. Je mehr die Leute jubeln, desto ehrgeiziger werde ich.“

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Ein Bike braucht weniger Sprit

Foto: etech photo

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Nate wächst auf einer Farm in Ohio in recht bescheidenen Verhältnissen auf. Er wird hauptsächlich von seinem Großvater aufgezogen. „Ihm verdanke ich jegliche Perspektive in meinem Leben“, sagt Nate. Mit 16 geht er von zuhause weg, schlägt sich mit Jobs durch. Dachdecken, asphaltieren, Flugzeuge betanken – er scheut sich nicht vor harter Arbeit. Den Traum vom erfolgreichen Rennfahrer träumt er nicht. Zu seinem ersten Motorrad kommt er, weil sein alter Ford Bronco ihn arm säuft und er denkt, mit einem Bike könne er Geld sparen. Mit 23 geht Nate aufs Community College. Dann kommt der Renntag auf dem Daytona International Speedway und damit seine ersten Erfolge auf dem Racetrack. An der Uni wird Nate nicht mehr gesehen, der Studienkredit geht komplett für den Rennsport drauf.

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Es dauert nicht lange, bis ihn BMW unter Vertrag nimmt. „Es war schon cool, als Spätzünder so erfolgreich zu sein. Aber die größte Motivation war für mich diese BMW Familie, deren Teil ich nun war.“ Von Anfang an feiert Nate Erfolge und klettert regelmäßig aufs Siegerpodest, egal, ob unter ihm zwei oder vier Zylinder schnauben. 2005 und 2006 gewinnt er unter anderem die US-amerikanische Roadracing-Serie CCS. Zwei Jahre später siegt Nate auf der BMW R 1200 S in der National CCS Pro Thunderbike Championship – ein Highlight seiner Karriere. „Ich trat mit dem Boxer gegen reinrassige Rennmaschinen an“, sagt Nate. „Die Leute beurteilen ein Buch nach seinem Umschlag. Dabei hat der Boxer die Renntauglichkeit in der DNA, sein Herz und seine Seele kommen aus dem Racing.“

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Der Sprung aufs Superbike

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2009 testet Nate zum ersten Mal die S 1000 RR, ehe sie ein Jahr später auf den Markt kommt. Seitdem ist er US-Botschafter für die Doppel-R. „Ich habe den gesamten Werdegang dieses Motorrads miterlebt. Es ist wie ein Kind für mich.” Ab 2010 bestreitet Nate mit der Doppel-R die Rennen.

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Er rechnet mit Schwierigkeiten beim doch signifikanten Wechsel – Kettenantrieb, flüssigkeitsgekühlt, Unmengen an PS. „Tatsächlich aber war der Boxer das beste Training. Er fordert eine perfekte Sitzposition, sonst kratzt der Motor am Boden.“

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Ich habe den gesamten Werdegang der Doppel-R miterlebt. Sie ist wie ein Kind für mich.

Nate Kern

Soulfuel Feeling

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Acht verschiedenen BMW Bikes gibt Nate im Laufe seiner Karriere die Sporen. Regional, national und international. Alle acht fährt er aufs Podium. Zuletzt drückt der Motorsportler mit einer renntauglichen Variante der R nineT auf die Tube. „Ich betrüge die Doppel-R praktisch mit der R nineT und höre sie schon sagen: Die ist nicht in Form, total übergewichtig, warum gefällt die dir? Und ich antworte ihr: Beurteile ein Buch nicht nach seinem Umschlag!“ Nate will zeigen, dass die R nineT mehr ist als ein Lifestyle-Bike. „Ich will ihre Funktionalität beweisen, rausgehen und dieses Soulfuel Feeling leben.“ Also geht er mit der R nineT auf die Strecke. Die Leute reiben sich anfangs die Augen und fragen: Dude, hat dieser Latte Racer gerade die besten Zweizylinder-Rennmaschinen geschlagen? „Wir haben viele Leute überzeugt, dass die R nineT nicht nur lifestylig und schön ist, sondern auch funktionell und schnell in den Kurven.“

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Seine neue Leidenschaft für das erfolgreiche Heritage-Modell von BMW Motorrad führt den US-Amerikaner 2016 nach Deutschland, zum Glemseck 101. Er tauscht den Rennanzug gegen Jeans und Chucks und erobert mit verschiedenen Varianten der R nineT die Achtelmeile. Church of Choppers, Goldrausch oder Winston Yehs Bavarian Fistfighter – egal mit welchem Umbau, Nate gibt Gummi und liefert eine unbeschwerte Show, die ihn im Handumdrehen vom Unbekannten zum Publikumsliebling macht. Für ihn der Grund, noch einen draufzulegen und mit Tricks und spaßigen Gesten den Menschen etwas zurückzugeben. „Man muss sich nicht entscheiden, ob man Spaß hat oder Erfolg. Es geht beides. Ich möchte die Leute unterhalten, denn ohne sie wäre ich nicht hier.“

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Zukunftsmusik mit Racing-Sound

Das Motorrad ist Nates Element, seine Ressource, sein Werkzeug. Mit Hingabe erklärt der 40-Jährige nicht nur eingefleischten Motorradfans technische Details. Als Markenbotschafter kennt er auch die Zukunftsvision von BMW Motorrad. „Ich möchte ein Teil dieser Zukunft sein. Denn ich bin stolz darauf, eine Marke zu repräsentieren, die ihre Community ausbaut, indem sie diese mit Sicherheitsfeatures unterstützt“, sagt Nate. Seine Leidenschaft und sein Gefühl für das Zweirad möchte er weiterhin bei BMW Motorrad einbringen. Als offizieller US-Botschafter für die Doppel-R, Testfahrer und aktiver Rennfahrer mit der R nineT, die er aktuell über die Rennstrecken Nordamerikas jagt. „Es ist harte Arbeit und doch nenne ich es nicht Arbeit. BMW Motorrad fühlt sich nicht an wie meine Firma, sondern wie meine Familie. Und für meine Familie tue ich alles.“

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